Winterpicknick

Picknick im Schnee? Na klar! – Tipps für das perfekte Winterpicknick

Das winterliche Picknick im Schnee ist eine tolle Art, den Winter oder zumindest die kalte Jahreszeit mit anderen Augen zu sehen. Niemand sollte sich in den kalten Monaten in seiner Wohnung oder dem Haus vergraben sondern frische Luft und Sonne tanken! Damit das Winterpicknick gelingt, sollte man allerdings an ein paar bestimmte Dinge denken. Die wichtigsten habe ich hier einmal zusammengefasst.

Das Winterpicknick-A-und-O: Warm einpacken

Das allerwichtigste beim Winterpicknick ist, dass man bei den eisigen Temperaturen nicht friert. Am Rastplatz angekommen, wird man sich zunächst setzen und das Picknick-Buffet aufbauen. Anschließend wird mit in geselliger Runde sitzen und gemeinsam essen. Dabei bewegt man sich nur wenig und der Körper fängt an auszukühlen. Schnell ist es vorbei mit der Gemütlichkeit.

Daher ist das A und O für ein gelungenes Winterpicknick, dass man sich ausreichend warm einpackt. Hier empfehle ich das allseits bekannt Zwiebelprinzip. Im wesentlichen bedeutet das, dass man viele verschiedenen Kleidungsstücke übereinander anzieht angefangen beim Unterhemd, T-Shirt, Pullover, Weste bis hin zu dicken Winterjacke.

Hat man direkt die volle Montur und vielleicht sogar mehr als ein Unterhemd, T-Shirt oder Pullover übereinander angezogen und wandert zunächst zum Rastplatz, dann kann es sein, dass einem durch die Bewegung selbst bei hohen Minusgraden ziemlich warm wird. Dann kann man immer noch angefangen bei der oberen „Zwiebelschicht“ eines der Kleidungsstücke ausziehen.

Andersherum sollte man sich auch noch ein bis zwei Reserve-Shirts oder Fleece-Pullover einpacken, falls einem beim Picknick und beim besagten Auskühlen zu kalt werden sollte.

Wärme von Innen: Heißgetränke nicht vergessen

Dem Auskühlen an Ort und Stelle sollte man neben warmer Kleidung zusätzlich durch Heißgetränke entgegen wirken. Hier passen Kaffee, Tee oder auch Glühwein für die Erwachsenen und Kinderpunsch oder heißer Orangensaft für die Kinder. Ein schöner heißer dampfender Tee oder Glühwein ist für mich persönlich das schönste bei einem Winterpicknick und macht das Picknick erst so richtig gemütlich.

Damit die Getränke auch noch schön heiß am Ort des Picknicks ankommen, sollte man sie in eine Thermoskanne oder in gute Thermobecher abfüllen. Ich persönlich nutze dafür Thermobecher. Sie sind auch sonst im „normalen“ Alltag Müll super praktisch und helfen außerdem viele Müll zu vermeiden. Einen guten Kauf-Ratgeber habe ich in diesem sehr umfangreichen Thermobecher-Test gefunden.

Zusätzlich „aktive“ Hitzspender

Helfen selbst warme Kleidung und Heißgetränke nicht, während des Picknicks warm zu bleiben, dann kann man sich noch verschiedener Dinge bedienen, die „aktiv“ wärmen. Spontan fallen mir Taschenwärmer oder auch selbst wärmende Fußsohlen ein, die mit Batterie betrieben werden. Hat man derlei Utensilien auch noch dabei, dann sollte der Gemütlichkeit in der schneebedeckten Winterlandschaft eigentlich nichts mehr im Wege stehen.

Spiele im Schnee

Ist man während des Picknicks doch etwas ausgekühlt, dann können einem anschließende Spiele im Schnee helfen, schnell wieder warm zu werden. Außerdem helfen Sie einem die Trägheit nach dem Essen zu überwinden und fördern die Verdauung. Besonders, wenn die eigenen Kinder dabei sind werden ein paar anschließende Spiele das Winterpicknick-Erlebnis noch schöner machen und den Kindern viel Spaß bereiten. Bei den Winterpsielen sind Schneemann-Bauen und eine Schneeballschlacht immer noch ganz vorn mit dabei.

schneemann

Leckere und praktische Ideen für den Gaumen

Das Picknick im Schnee sollte aus einfachen und kleinen Leckereien bestehen, die man leicht und im Zweifel auch mit Handschuhen zu sich nehmen kann. Durch den Schnee und die eisigen Temperaturen hat man eh schon erschwerte Bedingungen, da sollte das Picknick nicht auch noch unötige kompliziert zu konsumieren sein.

Denkbar sind kleine Schnitzel, Frikadellen oder generell kleine Häppchen und Finger Food zum Snacken. Kleine Schnitzel und Frikadellen kann man in guter Qualität fertig im Supermarkt kaufen wodurch dann auch der Aufwand für die Vorbereitung im Rahmen bleibt. Man kann Sie gut kalt essen und sie sorgen für das nötige Maß an Deftigkeit, das man bei den kalten Temperaturen begrüßen wird.

Außerdem kann man noch kleine Brot-Häppchen vorbereiten. Hierzu könnte man sich einen Dipp zusammenstellen, der dann auch gut zu den Schnitzeln und Frikadellen passt. Um bei aller Deftigkeit auch die Vitamine nicht zu vernachlässigen, kann man Gemüse wie Möhren, Paprika und Salatgurken mundgerechte Stücke oder Streifen schneiden und diese anbieten.

Transport und Aufbau des Winter-Buffets

Das Buffet im Winter an den gewünschten Ort zu bringen kann garnicht so einfach sein. Die nahliegendste Lösung ist es, es in den Rucksack zu packen. Je nach dem, wie weit man zum Picknick-Ort laufen möchte kann dieser aber ganz schön schwer werden. Mein Tipp: Den Proviant in einen Bollerwagen packen und hinterher ziehen. Falls ausreichend Schnee liegt, kann das Buffet auch auf einen Holzschlitten geladen werden. Das macht das Winterpicknick dann noch um einiges romantischer.

Der Bollerwagen und der Schlitten haben noch weitere Vorteile. Am Ort des Picknicks angekommen, können diese als Tisch dienen, auf denen man das winterliche Buffet ausbreiten kann. Den Bollerwagen dreht man dazu um oder man hat noch ein Brett mitgebracht, dass man quer über die Öffnung des Wagens legen kann. Beim Schlitten dient die Sitzfläche als Tischplatte. Achtung: Den Schlitten sollte man nicht auf abschüssigem Gelände parken, sonst kann es sein, dass sich das Buffet unbemerkt davon macht. Oder man befstigt ihn im Boden mit einem Holzpfahl.

Als Sitzmöglichkeiten sucht man sich entweder einen schönen Platz an dem ein Bank steht oder man nimmt sich Sitzgelegenheiten mit wie beispielsweise Campinghocker. Ein Sitzkissen oder eine Picknickdecke können auch funktionieren. Hier sollte man aber beachten, dass man auf dem sehr kalten, möglicherweise gefrorenen Boden sitzt. Daher sollte man sich zusätzlich im Sitzbereich sehr warm anziehen. Ich empfehle eine Kombination aus langer Unterhose und Ski- oder Snowboardhose.

Geschirr und Besteck beim Winterpicknick

Wie bereits erwähnt ist Finger Food eigentlich die beste Variante für eine Picknick im Winter. Sollte man allerdings doch eher Speisen präferieren, die Geschirr oder Besteck benötigen, sollte man ein paar Dinge beachten.

Zunächst mal sollte man Einweggeschirr und -besteck meiden. Das verursacht Müll und ist schlecht für die Umwelt. Stattdessen sollte man Mehrweggeschirr aus Plastik mitnehmen. Das hat gegenüber Geschirr und Besteck aus Porzellan oder Metall den Vorteil, dass es sich bei kalten Außentemperaturen immer noch relativ warm in den Händen anfühlt.

Kunststoff ist es leichter als die anderen Materialien, was einem dann zu gute kommt, wenn man das Besteck und Geschirr zunächst eine weitere Strecke zum Picknick-Ort transportieren muss.

Um die dreckigen Ess-Utensilien später wieder mit nach Hause zu transportieren, sollte man ein Plastiktüte einpacken. So bleibt der Rucksack oder der Bollerwagen von innen schön sauber.

Bei dem Plastikgeschirr sollte man außerdem darauf achten, dass es spülmaschinentauglich ist. Dann kann man es, wieder zuhause angekommen, einfach in den Geschirrspüler geben und hat bei der Reinigung auch den Aufwand auf ein Minimum reduziert.

Das waren meine ultimativen Tipps für ein gelungenes Winterpicknick. Das Wintervergnügen kann nun beginnen und wenn man sich gut ausgerüstet und sich selbst gut eingepackt hat, dann kann ein Winterpicknick zu einen großen und außergewöhnlichen Spaß für die ganze Familie werden.